In diesem Teil wird erklärt, was nach dem Zusammenbau der Einzelteile und vor dem Lackieren noch zu tun ist.
Es sieht besonders gut aus, wenn man die Kanten eines Gehäuses abrundet. Je nach verwendeter Holzdicke und gewünschtem Eindruck kann man die Kanten unterschiedlich stark abrunden. Vorher ist darauf zu achten, dass man keine Schrauben beim Leimen so eingeschraubt hat, dass diese nun beim Abrunden im Weg sind. Notfalls muss man die Schrauben wieder entfernen und die Löcher zuspachteln. Allerdings sehen gespachtelte Kanten besonders schlimm aus. Also besser wie schon geschrieben gar nicht erst Schrauben verwenden!
Zum Abrunden des Gehäuses (nach dem Zusammenbau!) hat man folgende Möglichkeiten:
Tip: Man nehme sich ein paar Holzreste und übt damit ein bischen "Abrunden".
Es gibt verschiedene Schleifmaschinen, von denen aber nur wenige für den Bau von einem Gehäuse brauchbar sind. Die hier aufgeführten sind sortiert nach der Menge des Abtrags (hoher Abtrag oben).
Tip: Schwingschleifer und Schleifpapier sind notwendig und auch ausreichend.
Nach dem Zusammenleimen muß man die Seiten noch glattschleifen, bei denen die anderen Seitenteile zur Oberfläche gehören. Dies ist bei den Boxen z.B. bei der Vorderseite der Fall. Dieses Glattschleifen geht am besten mit einem Bandschleifer oder auch mit einem Schwingschleifer und grober Körnung.
Wieder eine Oberfräse vorausgesetzt, kann man die Holzdicke an einigen Stellen dünner fräsen. Bei den Lautsprechern habe ich dies für den Lautsprecher und das seitliche Loch gemacht. Auf dem unteren Bild sieht man dann, dass der Lautsprecher jetzt nicht mehr so weit zurückstehen muß.


Der Deckel befindet sich an der Hinterseite jeder Box, und zwar (ebenso wie die Vorderseite) zwischen den Seitenteilen. So ist der Spalt zwischen Rückseite und Seitenteil nur von hinten zu sehen.
Eine Besonderheit bei diesen Boxen ist, dass man sie verbinden und so als eine Einheit transportieren kann (siehe Einbau). Dazu habe ich die Rückwand der einen Box um ein paar Millimeter nach hinten herausstehen lassen, bei der anderen Box faßt diese Rückwand dann in dessen Seitenteile.


Die Bauart dieser Boxen nennt man kontrolliert undichte (KU) Bauweise. Das liegt zwischen einem komplett geschlossenen und einem durch ein Baßreflexrohr offenen Gehäuse. Bei dieser Bauform gibt es ein Loch, welches durch dicken Filz (ich habe 12 Lagen Bastelfilz genommen) abgedeckt wird.
Angeblich soll bei diesem Lautsprecher diese Bauform die optimale sein (stand nach Angaben einer Internetseite angeblich in Klang & Ton). Allerdings habe ich keinen großen Unterschied festgestellt, wenn ich das Loch nachträglich zudecke. Der Einfachheit wegen empfehle ich, ein Gehäuse ohne dieses Loch zu bauen.
Dennoch möchte ich erklären, wie ich den Film dazwischengeklemmt habe: Zuerst habe ich von innen ein rechteckiges Stück der Seitenwand ausgefräst (vor dem Zusammenbau der Holzteile), so dass Platz für einige Lagen Bastelfilz ist. Dann habe ich ein passendes Stück Presspappe zum Halten des Filzes geschnitten und im Gehäuse eine Leiste und einen Haken zum Festhalten dieser Presspappe angebracht. Die richtige Menge Filz dazwischengeklemmt, hält dieser nun recht fest zwischen den beiden Holzteilen.






Versenkter KlinkensteckerDer Klinkenstecker zum Anschluß eines tragbaren Kassettenspielers/CD-Players/MP-Players läßt sich im Gehäuse versenken, wenn gerade kein Gerät angeschlossen ist. Damit steht auch hier kein Teil über. Zuerst habe ich in die Box ein weiteres Stück MDF-Holz geleimt. Entsprechend der Form des verwendeten Klinkensteckers habe ich dann darein mit der Standbohrmaschine und dessen Tiefenanzeige zuerst das dünne Loch durchgehend gebohrt, dann das dickere nur bis etwa zur Hälfte. Das Anschlußkabel soll sich am Ende etwa 20 cm herausziehen lassen, um einen auf/neben der Box liegenden Player anzuschließen.

