Beim Ätzen beginnt man mit einer Platine, die auf dem Trägermaterial eine Kupferschicht hat. Ein Ätzmittel greift die Kupferschicht an, ätzt sie weg. Somit muss man irgendwie durch eine schützende Schicht die Stellen auf der Kupferbeschichtung verdecken, die am Ende stehen bleiben sollen. Das übliche (alte) Verfahren ist, dass man eine Kopierfolie mit dem Muster über eine fotobeschichtete Platine legt und mit UV-Licht bestrahlt. Danach muss man aber zunächst noch das Fotomaterial mit einem Mittel entwickeln und kann danach erst ätzen. Insgesamt ist diese Methode aufwändig. Man benötigt zwei chemische Mittel und die Belichtungszeit ist ein Faktor, der das Ergenis negativ beeinträchtigen kann.
Eine einfachere Methode ist das Aufbügeln des Layouts. Dabei druckt man das Layout per Laserdrucker (oder Kopierer) auf glattes Papier und überträgt es per Bügeleisen auf die Platine.
- Ausdruck des Layouts auf glattes Papier. Gut geeignet sind Seiten aus dem Reichelt-Katalog oder Fotopapier (ausprobieren). Dazu wird die Seite auf ein normales A4 Blatt mit Papierkleber (Pritt) oben (nicht komplett) angeklebt.
- Tip: Das Platinenlayout darf nicht (wie bei der Methode des Belichtens von Platinen) spiegelverkehrt sein. Zwar muss das Layout auf der Platine im Vergleich zur Ansicht in einem Layout-Programm gespiegelt sein (weil es die Platinen-Unterseite ist und man im Programm die Oberseite betrachtet), aber durch das aufbügeln wird es ja wiederum gespiegelt.
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- Anrauhen der Platinenoberfläche mit sehr feinem Schmirgelpapier oder Stahlwolle
- Säubern der Platine mit Aceton, Verdünner etc., um die Oberfläche staub- und fettfrei zu bekommen
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- Aufbügeln des Layouts auf die Platine, dabei befindet sich das Papier zwischen Platine und Bügeleisen. Dauer ca. 2 Min., bis alles schön heiß ist.
- Tip: Falls man sich versehen hat oder die Übertragung der Vorlage nicht so recht geklappt hat, kann man den Toner mit Nitroverdünnung wieder abwischen und einen weiteren Versuch machen.
- 5 Min. Abkühlen lassen, ohne etwas zu berühren
- Platine mit Papier in Wasser legen
- 30 Min. warten
- Papier von Platine vorsichtig abziehen und Reste mit dem Finger abrubbeln
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- Die Platine kommt nun etwa 5-10 Minuten in ein Natriumpersulfat-Bad. Die Temperatur muss ca. 50°C sein. Ich empfehle, die Lösung in ein Glas zu füllen und dies in einem Wasserbad zu erhitzen. So ist die Temperatur einfacher zu regeln. Außerdem hinterläßt die Lösung in einem alten Edelstahl- oder Emaille-Topf evtl. ein Loch. In dem Glas kann man die Lösung außerdem auch bis zur nächsten Benutzung aufbewahren. Es empfiehlt sich, hier auch einen Glasdeckel zu verwenden, weil ein Metalldeckel mit der Zeit Löcher bekommt. ;-)
- Nachdem man die Platine in die Säure gelegt hat, muss man mit einem Stab (am besten aus Glas oder Keramik, es geht auch ein altes Messer o.ä.) die Platine leicht bewegen, damit die sich bildenden Bläschen verschwinden und der Ätzvorgang gleichmäßig verläuft. Hier bietet es sich an, die Platine einfach an Kabelbinder zu befestigen. Sobald die Struktur sauber sichtbar ist (also (fast) keine Kurzschlüsse mehr zwischen den Leiterbahnen), nimmt man die Platine sofort aus dem Ätzbad und spült mit klarem Wasser gründlich nach.
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- Nun kann man mit Nitroverdünner den Toner und die wasserfeste Farbe entfernen, so dass das Kupfer wieder sichtbar ist.
- Mit einem speziellen Platinen-Bohrer (0,8 mm) werden die Löcher in die Platine gebohrt. Eine Standbohrmaschine bietet sich für senkrechte Löcher an. Allerdings sollte sie schon einen exakten Rundlauf haben, damit die Löcher nicht unerwünscht groß werden.
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- Am Ende sprüht man ein wenig Lötlack auf und kann dann mit Lötkolben und Zinn leicht noch einmal die Leiterbahnen nachziehen, bei denen es Unterbrechungen gibt. Das mißt man am besten mit einem Multimeter nach. Es darf keine Kurzschlüsse oder Unterbrecher geben. Da es sehr ärgerlich ist, wenn man später erst den Fehler suchen muss, empfehle ich, hier schon sorgfältig vorzugehen. Kurzschlüsse kann man mit einem Cutter-Messer beheben, Unterbrecher mit etwas Lötzinn oder einem aufgelöteten Stück Draht.
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