PC-Hardware
Die Einzelteile sind gezielt ausgewählt. Im folgenden liste ich die Einzelteile auf und gebe an, worauf ich dabei geachtet habe:
- Intel Pentium M 1,6 GHz auf Mini ITX Board (17x17cm) mit Onboard Netzwerk, Sound, Grafik, USB, serieller und paralleler Schnittstelle,...: Der etwas ältere Mobilprozessor übersteigt die Leistung eines Atom oder VIA C3. Mehr Leistung wäre mit einem Core2Duo Mobile möglich, ist aber hier nicht benötigt. Das Verwenden eines Mobilprozessors ist wegen der geringeren Leistungsaufnahme und Wärmeabgabe sinnvoll.
- Display von Xenarc: Das Display soll möglichst hell und spiegelfrei sein. Sie meisten Bastler greifen zu einem Touch-Screen-Display. Da diese aber ca. 25% dunkler und spiegelnder sind (wegen der Touchscreen-Folie), habe ich mich für ein Display ohne Touchscreen entschieden und es nicht bereut. Zwar hat man mit einem Touchscreen-Display zunächst eine größere Programmauswahl, da man einen vollständignen Mausersatz hat. Ich hatte allerdings ohnehin vor, eine spezielle Oberfläche nach eigenen Ideen zu entwickeln. Mit etwas Aufwand und Überlegung kann man dann durchaus eine bessere Bedienbarkeit erreichen. Man muss sich überlegen, welche Eingabetasten man wie an den PC anschließt (bei mir war es am Ende die Lenkradfernbedienung mit einem selbst entwickelten Interface) und wie man geschickt die Funktionen mit den wenigen zur Verfügung stehenden Tasten bedienbar macht. Am Ende ist die Bedienung einfacher (wenige Tasten) und außerdem ohne Hinschauen auf das Display möglich (im täglichen Einsatz sehr angenehm und außerdem ein Beitrag zur Sicherheit).
- Radeon 7000 Grafikkarte an PCI Flex-Riser Card: Die zusätzliche Grafikkarte ist notwendig, um die native Auflösung des Displays von 800x480 Pixeln zu erzeugen. Diese muss mit dem Programm Powerstrip dann noch aktiviert werden, da nur so die für das Display geeigneten Signale eingestellt werden können. Onboard-Grafikkarten unterstützen meist nur die nächstgelegenen Auflösungen 804x480 oder 800x600 Pixel, bei deren Verwendung auf dem Display Darstellungsfehler durch das Zoomen und teilweise eine Verfälschung des Seitenverhältnisses auftreten.
- Microcontroller-Board, der für die Ansteuerung meiner Opel-Lenkradfernbedienung (6 Tasten) und zum Ein/Ausschalten der Display-Spannungsversorgung benutzt wird.
- GPS Empfänger GNS Sirf III (früher habe ich einen Holux Sirf III eingesetzt) + GPS-Empfänger-Adapter: Nach der im Datenblatt des Herstellers beschriebenen Pinbelegung ist der Anschluß direkt an den seriellen Port des PC möglich. Zur Stromversorgung des Empfängers habe ich die Standby-Leitung des ATX Netzteilsteckers angezapft. So wird der Empfänger noch 2 Stunden länger mit Strom versorgt, wenn der PC schon geruntergefahren ist. Auf diese Weise hat man sofort perfekten GPS-Empfang, wenn man nur eine kürzere Pause macht.
- 256 MB RAM: Weniger wäre zu wenig, mehr ist nicht notwendig. Mehr bedeutet außerdem eine längere Startzeit per Suspend-To-Disk.
- PKW-taugliches Netzteil: Das Netzteil wird an Masse, Dauerplus und Zündung (also einfach parallel zum Autoradio) angeschlossen. Das Netzteil "drückt" beim Ein- und Ausschalten der Zündung den Power-Taster und fährt somit den PC hoch und runter. Es funktioniert ab einer Betriebsspannung ab 7V stabil, also auch wenn man grade den Motor anläßt. Es schaltet ab bei dauerhaft < 11V, damit die Batterie nicht komplett entleert wird.
- 80 GB Festplatte 2,5": Man sollte wenn möglich eine Festplatte ohne Flüssigkeits-Lager nehmen, da diese Lager angeblich im Winter einfrieren können. Auch ein Einsatz einer Solid State Disk wäre sollvoll, da sie keine mechanischen Teile beinhaltet. Bisher habe ich aber noch keine Ausfälle über mehrere Jahre mit einer normalen Festplatte gehabt.

An der Rückseite sieht man die notwendigen Anschlüsse. Der PC findet in einem einfachen aus Holzleisten und Aluplatten gebauten Gehäuse Platz.

Die Grundplatte ist mit einer Kunststofffolie bedeckt, um Kurzschlüsse zu verhindern und eine direkte Befestigung der Platinen auf der Grundplatte zu erlauben.