Nachdem meine einfachen In-Ear-Kopfhörer von Sony (~30 EUR) nach 10 Jahren kaputt gegangen sind, habe ich mich auf die Suche nach einem Ersatz gemacht. Zunächst habe ich mir zwei billige (aber im Netz meist recht gut bewertete) Kopfhörer gekauft, einen Sennheiser In-Ear für 30 EUR und den Koss Porta-Pro On-Ear für ebenfalls 30 EUR.
Später habe ich dann doch einen teuren "High-End" In-Ear gekauft, und zwar aufgrund recht guter Reviews den Westone 3. Dieser In-Ear-Hörer beinhaltet ein Drei-Wege-System, also getrennten Bass-, Mitten- und Höhen-Lautsprecher inkl. Frequenzweiche. Alles in dem kleinen Gehäuse. Der Preis liegt zur Zeit dafür auch bei ca. 350 EUR.
Nachdem ich mit dem Klang des Westone nicht recht zufrieden war, habe ich dann mal alle mir zur Verfügung stehenden Kopfhörer verglichen. Denn die Klangunterschiede und Vor/Nachteile bei der Benutzung sind auch stark systembedingt, was in Einzeltests in Foren mmg. nicht klar dargestellt wird. Ich möchte hier keinen umfassenden Vergleich liefern. Ebenso ist die Klangqualität sicher auch subjektiv. Ich möchte vor allem Tendenzen aufzeigen was die Eigenschaften der verschiednen Kopfhörer(typen) anbelangt.
Auch wenn jetzt viele Hifi-Fans sagen werden, dass man ja die unten gelisteten Systeme nicht vergleichen kann (eigentlich meinen sie vermutlich: "sollte, weil sie systembedingt unterschiedlich klingen"), mache ich eben dies trotzdem. Es gibt nun mal unterschiedliche Anwendungsfälle, und deswegen kann man in unterschiedlichen Situationen unterschiedliche Modelle wählen. Die subjektive Klangqualität, die ich mit angegeben habe, soll vor allem darstellen, wie stark die Klangqualität der Systeme jeweils auseinander liegen. Ein Wert von 50% bedeutet nicht, dass der Kopfhörer halb so gut wie der mit 100% klingt. Dies ist dann insbesondere im Vergleich zum Preis zu sehen. Das Preis/Leistungsverhältnis der verschiedenen Kopfhörer(typen) ist hoch.
Zum Test habe ich einen 7-Band-Equalizer (Pioneer GR-333) und einen Kopfhörerverstärker (vom AKG Hearo 999-System) eingesetzt. Um das Frequenzspektrum der Kopfhörer subjektiv noch etwas zu erweitern, habe ich am Ende des Frequenzspektrums Bass (bei 60Hz) und Höhen (bei 15 kHz) geregelt, so dass jeweils ein möglichst vergleichbarer Klang erzielt wurde. Auch hier werden einige sagen, dass man Equalizer nicht verwenden solle, sondern sich einen anderen Kopfhörer kaufen soll, wenn man mit dem Klang nicht einverstanden ist. Ich sehe das anders, denn ich kann mit gezieltem Einsatz des Equalizers das subjektive Klangerlebnis durchaus verbessern - selbst bei teuren Kopfhörern.
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Bild
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Modell / Eigenschaften
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Equalizer-Einstellung
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subjektive Klangqualität
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Sennheiser HD650 (230 EUR)
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60 Hz +6 dB, 15 kHz 0dB |
90%
(ich habe noch nichts besseres gehört, spare mir die 100% aber mal auf) |
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AKG K701 (250 EUR)
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60 Hz +10 dB, 15 kHz 0dB |
90%
(dem Sennheiser HD650 absolut ebenbürtig) |
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AKG Hearo 999 AudioSphere II (450 EUR)
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60 Hz +8 dB, 15 kHz 0dB |
85%
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Koss Porta-Pro (30 EUR)
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60 Hz +6 dB, 15 kHz +6dB |
80%
TIP! |
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Teufel Motiv 2 Subwoofer (300 EUR inkl. Satelliten) + Canton Plux X Satelliten (140 EUR)
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- |
80%
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Westone 3 (350 EUR)
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60 Hz +6 dB, 15 kHz +4dB |
70%
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Bose On-Ear (160 EUR)
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125 dB -3dB, 60 Hz -3dB, 15 kHz 0dB |
70%
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Sennheiser CX-300 (35 EUR)
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60 Hz +6 dB, 15 kHz 0dB |
55%
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Allgemein muss man feststellen, dass es offenbar sehr aufwändig ist, gute Tonqualität in einem kleinen Kopfhörer zu ermöglichen. Die These, dass man mit einem kleinen teuren In-Ear alle Anwendungsfälle abdecken kann, ist falsch. Man hat die Wahl zwischen:
Neben der Erkenntnis, dass man wohl mehrere Kopfhörer braucht, hat mich die Klangqualität der "großen" Kopfhörer schon beeindruckt. So eine Klangqualität ist mit einer normalen Anlage nicht leicht bzw. nur mit hohen Kosten zu erreichen. Als ich dann einige auch ältere Musik gehört hatte, war ich überrascht, was ich alles bisher nicht gehört hatte. Auch kleine Probleme (von der Aufnahme, Kompression, schlechte Soundkarte im Notebook etc.) fallen zwar jetzt auf, aber generell hat eigentlich jede Aufnahme durch den hochwertigen Kopfhörer gewonnen (am Ende habe ich den Sennheiser HD650 behalten).